Krankengymnastik am Gerät

Medizinisches Gerätetraining unter therapeutischer Anleitung

Was ist Krankengymnastik am Gerät?

Die Krankengymnastik am Gerät (KGG) ist eine aktive Trainingsform innerhalb der Physiotherapie. Unter therapeutischer Anleitung werden an speziellen medizinischen Trainingsgeräten gezielt Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination aufgebaut. Im Unterschied zum freien Training steht bei der KGG immer eine individuelle medizinische Zielsetzung im Vordergrund – etwa der Wiederaufbau nach Verletzungen, Operationen oder chronischen Beschwerden. Das Training wird nach einem persönlichen Befundplan erstellt und regelmäßig angepasst, um optimale Fortschritte zu erzielen.

Das zeichnet die Therapie aus

  • Individuell abgestimmter Trainingsplan auf Basis Ihres Befundes
  • Therapeutische Begleitung während der gesamten Einheit
  • Gezielter Muskelaufbau und Verbesserung der Gelenkstabilität
  • Förderung von Beweglichkeit, Ausdauer und Körperhaltung
  • Unterstützung der Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen
  • Nachhaltige Schmerzlinderung durch aktive Bewegung

Anwendungsbereiche

  • Nachbehandlung nach Operationen (z. B. an Schulter, Hüfte, Knie oder Wirbelsäule)
  • Muskelaufbau nach längerer Immobilisation oder Ruhigstellung
  • Chronische Rücken- und Gelenkbeschwerden
  • Haltungsschwächen oder muskuläre Dysbalancen
  • Arthrose, Bandscheiben- und Wirbelsäulenprobleme
  • Verbesserung der Belastbarkeit im Alltag oder Sport
  • Prävention von Überlastungen und Rückfällen

Behandlungsdauer

Sitzungen:In der Regel 6 Behandlungen pro Rezept
Dauer:60 Minuten pro Einheit
Häufigkeit:Je nach ärztlicher Vorgabe, 1-3 Termine je Woche

Je nach Bedarf und Diagnose sind bis zu 3 Rezepte a 6 Behandlungen, somit also 18 Einheiten verordnungsfähig. Nach der Therapieserie und einem anschließenden behandlungsfreien Intervall von 6 Wochen oder bei einer neuen Diagnose ist die KGG jederzeit wieder verordnungsfähig, sofern die medizinische Notwendigkeit vorliegt.

Kosten & Abrechnung

Gesetzliche Krankenkassen

Die Kosten werden bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Zuzahlung von 10€ pro Rezept plus 10% der Behandlungskosten ist gesetzlich vorgeschrieben (außer bei Befreiung).

Private Versicherung

Privatpatienten erhalten eine detaillierte Rechnung nach der Gebührenordnung für Therapeuten (GebüTh). Die Kosten werden in der Regel von der privaten Krankenversicherung erstattet.

Selbstzahler sind herzlich willkommen. Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot.

Häufig gestellte Fragen

Wie läuft eine Behandlung ab?+

Zu Beginn führen wir ein kurzes Gespräch und eine Befundaufnahme durch, um Ihre Beschwerden und Ziele zu verstehen. Danach leitet Sie Ihr Therapeut durch gezielte Übungen – aktiv oder passiv –, die individuell auf Ihre Situation abgestimmt sind. So entsteht eine Therapie, die Schritt für Schritt Ihre Beweglichkeit, Kraft und Stabilität verbessert. Für einen genaueren Ablauf schauen Sie doch gern auch im Abschnitt Physiotherapie unter der Überschrift: "Ihr Therapieprozess bei back2move"

Zum Therapieprozess
Was soll ich zur ersten Behandlung mitbringen?+

Bringen Sie zur ersten Behandlung bitte die Verordnung vom Arzt, ggf. bereits den ausgefüllten Anamnesebogen und die Datenschutzerklärung sowie ärztliche Vorbefunde, ein Handtuch und bequeme Kleidung mit.

Zur Checkliste 1. Behandlung
Wie unterscheidet sich KGG vom Fitnesstraining?+

Im Gegensatz zum Fitnessstudio ist die KGG medizinisch ausgerichtet: Das Training basiert auf einem ärztlichen Rezept oder therapeutischen Befund, wird fachlich begleitet und orientiert sich an Ihrer Gesundheits- und Schmerzproblematik, nicht an sportlicher Leistungssteigerung.

Wird KGG von der Krankenkasse übernommen?+

Ja, wenn Sie eine ärztliche Heilmittelverordnung mit der Maßnahme "Krankengymnastik am Gerät" erhalten, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Auch eine private oder selbstfinanzierte Nutzung des Trainingsbereichs ist möglich.

Kann ich nach Abschluss der Verordnung weitermachen?+

Ja! Viele Patient:innen führen das Training anschließend im Rahmen eines weiterführenden Präventions- oder Betreuungskonzepts fort. So lassen sich Kraft, Stabilität und Beweglichkeit dauerhaft erhalten und verbessern.